Das Projekt – ein Naturerbe von Weltrang in der Eifel

Im äußersten Norden von Rheinland-Pfalz gelegen, grenzt die Gemeinde Hümmel (Landkreis Ahrweiler) unmittelbar an Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde besitzt rund 750 Hektar Wald, der seit 1995 konsequent ökologisch bewirtschaftet wird. Die dort gelegene WildeBuche-Projektfläche besteht aus geschlossenen, alten Buchenwäldern, wie sie in Deutschland nur noch sehr selten vorkommen. 

Schützen Sie den Urwald von morgen!

Die Bäume sind mittlerweile rund 200 Jahre alt und werden bereits seit vielen Jahren konsequent geschont. Zum Zeitpunkt ihres maximalen ökologischen (und ökonomischen!) Wertes wurden sie aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen, zugunsten des Erhalts und Schutzes dieses ökologisch besonders wertvollen Waldlebensraums.

Ziel ist der Aufbau alter Laubwälder, welche die Funktionen der Urwälder wieder übernehmen können. Im Rahmen des Projekts soll das Waldgebiet in seiner Natürlichkeit bewahrt werden und ein beispielhaftes Konzept zum Erhalt der artenreichen Buchenwaldgesellschaften, der dort vorherrschenden Biodiversität und der seltenen Landschaft entstehen.

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Warum Wald schützen? Die Vorteile:

Förderung und Erhalt der Artenvielfalt: Schwarzspecht, Mittelspecht und Schwarzstorch sind im Wald ebenso heimisch geworden wie die scheue Wildkatze. Der hohe Altholzanteil, der in bewirtschafteten Wäldern fehlt, bietet Lebensraum für über 30.000 Insekten- und Pilzarten.

Diversität in schweren Zeiten:Die Rotbuche besitzt eine hohe genetische, spezies-interne Diversität. Für die Anpassung dieser zentralen Baumart an den Klimawandel ist diese Diversität entscheidend. Daher ist jeder Altbestand besonders wertvoll, er stellt einen lokal angepassten, genetisch individuellen Typ dar.

Geschichtsträchtige Rotbuche: Rotbuchen sind Teil europäischer Klimageschichte. Nur wenige mitteleuropäische Baumarten haben die letzte Eiszeit überlebt – unser Waldbestand gehört zu den Rotbuchen, die nach der Eiszeit durch die „Burgundische Pforte“ an den vergletscherte Alpen vorbei eingewandert sind.

Verbesserung der Bodenqualität: Naturnahe Buchenwälder haben einen höheren Wasserspeichereffekt als Wälder mit einem hohen Nadelholzanteil und leisten u.a. einen entscheidenden Beitrag für die Grundwasser- und Bodenqualität.

Biomasse & Klimaschutz: Die lebende Biomasse, überwiegend im Holz der Bäume und im Boden gebunden, erreicht mittlerweile den dreifachen Wert bewirtschafteter Wälder und damit wieder Urwaldniveau. Die nutzungsfreien Buchenwälder leisten somit u.a. auch einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Kohlenstofffixierung und damit zum Klimaschutz.

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Ein ausgezeichneter Ort

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“  zeichnet jedes Jahr innovative Ideen und Konzepte aus, die für ein modernes, offenes und nachhaltiges Deutschland stehen. Da insbesondere das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, ist auch unser Waldreservat einer der herausragenden „365 Orte im Land der Ideen“.

Mehr zur Initiative und der Auszeichnung finden Sie hier.